Pflegehinweise

 
...lernen und weiterentwickeln...

Beobachten und Zeichen erkennen

Hier finden Sie Pflegetipps für Schwimmteiche und NaturPools. Generelle und aktuelle Pflegehinweise für den richtigen Umgang mit Ihrem persönlichen Badegewässer.

Wenn ein Schwimmteich oder NaturPool fertiggestellt wird, ist er sauber. Das Wasser ist klar, der Boden und die Wände sind sauber. Aber es ist noch kein Leben im Gewässer. Dieses Leben entwickelt sich sehr schnell, und somit erwacht das Badegewässer zum Leben. Die Haustiere kommen um zu trinken, Libellen schießen über die Wasseroberfläche und Frösche kommen zu Besuch (und bleiben auch bei Schwimmteichen!). Soweit zu den offensichtlichen Besuchern. Doch es gibt auch Lebewesen, die wir nicht so einfach sehen können: von Rückenschwimmern über Wasserflöhe bis hin zu Mikroorganismen, die Tag für Tag in unserem Schwimmteich oder NaturPool leben und arbeiten.


Natur als Helfer Pflegehinweise Pflege im Jahreslauf

...Wasser ist Leben!...

Der Teich ist gekippt...


...gibt es nicht! Hat sich an der Wasserqualität etwas verändert? Wenn dies so ist, lautet die nächste Frage: was hat sich am Teich zuletzt verändert? Hat es stark geregnet? Liegt Laub im Wasser? Gab es eine Gartenparty? Wurde der Teich besonders intensiv genutzt?
Eine Veränderung der Wasserqualität hat immer eine Ursache. Und meist können wir diese finden und gegensteuern, sodass wieder das gewünschte Gleichgewicht hergestellt werden kann.


...Wasser ist Leben!...

Erster Eindruck


Wasser ist Leben! Wer sich für einen Schwimmteich entscheidet, sagt Ja zur Natur! Natureigene Kräfte sorgen für die Selbstreinigung. Mit durchdachter Filtertechnik und durch natürliche Sedimentation und Pflanzenkräfte wird glasklares Wasser ermöglicht.


...Die Natur arbeitet für uns...

...und wir arbeiten mit


Amphibienfreundliche Skimmer um Molche und Lurche zu schützen, unterschiedliche Pflanzzonen um eine möglichst große Vielfalt an Pflanzen und Tieren beheimaten zu können, flache Uferzonen, um Tieren die in den Teich gefallen sind, den Ausstieg zu erleichtern und eine Leiter! Weil auch wir Menschen Teil der Natur sind und diese auch genießen sollen!


...Die Natur arbeitet für uns...

...und wir arbeiten mit


Amphibienfreundliche Skimmer um Molche und Lurche zu schützen, unterschiedliche Pflanzzonen um eine möglichst große Vielfalt an Pflanzen und Tieren beheimaten zu können, flache Uferzonen, um Tieren die in den Teich gefallen sind, den Ausstieg zu erleichtern und eine Leiter! Weil auch wir Menschen Teil der Natur sind und diese auch genießen sollen!

 
Pflegehinweise 2017

DAS WAR EIN WINTER! Nach einigen Jahren (zumindest in der Ost-Steiermark) war der Winter 2016/17 wiedermal ein strengerer. Die Wasseroberfläche war zwischen Ende Dezember und Mitte Februar durchgehend von einer zeitweise sehr dicken und tragfähigen Eisdecke (15 cm und mehr) bedeckt. Dementsprechend wurde auch der Gasaustausch zwischen Wasserkörper und Umwelt gehemmt.

Einige NaturPool- und Schwimmteichbesitzer haben wohl auch Gasblasen unter der Eisschicht entdecken können. Dies ist weiter kein Problem, da sich die Gase beim Schmelzen des Eises verflüchtigen können.


Wenn dann jedoch im März die ersten wärmenden Sonnenstrahlen spürbar sind, erwachen auch schon so manche Amphibien aus ihrer Winterstarre. Frösche, Kröten, Molche und andere nutzen die Sonne, um ihren Körpern neue Lebensgeister einzuhauchen.


In Badegewässern mit besonders steilen oder gar senkrechten (Becken-)Wänden ist nun die Zeit, einmal pro Tag, die tiefe Zone ihres noch kalten Schwimmteich/NaturPools zu kontrollieren, ob sich Frösche, Unken, Kröten oder Ähnliche in dieser Zone befinden.


Da diese Tiere wechselwarm sind, benötigen sie Sonnenenergie um sich aufzuwärmen. Erst dadurch werden sie wieder beweglicher. Bevor Sie jedoch diese Energie tanken können, liegen Sie (zum Überwintern) meist am Grund Ihres Badegewässers oder in einem Versteck in direkter Umgebung. Nach der Überwinterung sind die Tiere schwach und schaffen es oft nicht, die 2-3 Meter Wassertiefe schwimmend zu überwinden. HELFEN SIE DEN FRÖSCHEN! Nehmen Sie dazu einfach Ihren Kescher, und befördern Sie die trägen Amphibien in die seichte Randzone. Hier können die Tiere ihre Lungen wieder mit frischer Luft füllen und werden schneller aktiv.


Das Wasser am Grund Ihres Schwimmteichs/NaturPools hat im März noch nicht mehr als 4-6°C. Da wird es selbst uns Menschen sofort klar, warum die Amphibien noch „stocksteif“ sind, und sich schwer tun, um an die Oberfläche zu schwimmen.


Diese Maßnahme hilft nicht nur dem Frosch. Letztlich helfen Sie sich selbst: Ein Teichfrosch (der übrigens unter Naturschutz steht) wiegt durchschnittlich ca. 30 Gramm. Ein guter Teil seiner Körpermasse besteht aus Phosphor! Phosphor lässt Algen wachsen. Und Algen sind sehr gute Phosphor-Verwerter: aus einem Frosch können – wenn er stirbt und im Teich verbleibt – ca. 30 Kg Algenmasse werden.


Also zum Wohle aller Beteiligten: Helfen Sie den Fröschen – helfen Sie sich selbst!


Auch soll hier gesagt sein, dass sich die Inbetriebnahme der Pumpen (Filter- sowie Skimmerpumpen) durch den sehr kalten Winter in den April verschiebt. Viele Schlauchleitungen sind im März (und in kälteren Gebieten möglicherweise auch noch im April) durch "Eisstoppel" verschlossen. Dies würde man bei verfrühter Inbetriebnahme der Pumpen bemerken, wenn kein oder ungewohnt wenig Wasser aus der Quelle kommt. Ist dies der Fall, sind die Pumpen unverzüglich wieder auszuschalten, da sie dadurch beschädigt werden können.


Jeder Teich ist ein Individuum, daher möchten wir hier an dieser Stelle keine genaueren Häufigkeits- oder Mengenangaben machen. Für maßgeschneiderte Informationen rufen Sie uns an, oder hinterlassen Sie eine Nachricht.


Bitte hinterlassen Sie im Kontaktformular Name, Ort, Telefonnummer und E-mail Adresse, damit wir uns bei Ihnen melden können!

 
Strenger Winter
Nach einigen Jahren (zumindest in der Ost-Steiermark) war der Winter 2016/17 wiedermal ein strengerer. Die Wasseroberfläche war zwischen Ende Dezember und Mitte Februar durchgehend von einer zeitweise sehr dicken und tragfähigen Eisdecke (15 cm und mehr) bedeckt. Dementsprechend wurde auch der Gasaustausch zwischen Wasserkörper und Umwelt gehemmt.
Gasaustausch gehemmt
Einige NaturPool- und Schwimmteichbesitzer haben wohl auch Gasblasen unter der Eisschicht entdecken können. Dies ist weiter kein Problem, da sich die Gase beim Schmelzen des Eises verflüchtigen können.
Amphibien erwachen
Wenn dann jedoch im März die ersten wärmenden Sonnenstrahlen spürbar sind, erwachen auch schon so manche Amphibien aus ihrer Winterstarre. Frösche, Kröten, Molche und andere nutzen die Sonne, um ihren Körpern neue Lebensgeister einzuhauchen.
Becken mit steilen Wänden
In Badegewässern mit besonders steilen oder gar senkrechten (Becken-)Wänden ist nun die Zeit, einmal pro Tag die tiefe Zone ihres noch kalten Schwimmteich/NaturPools zu kontrollieren, ob sich Frösche, Unken, Kröten oder Ähnliche in dieser Zone befinden.
Helfen Sie den Fröschen & Kröten!
Da diese Tiere wechselwarm sind, benötigen sie Sonnenenergie um sich aufzuwärmen. Erst dadurch werden sie wieder beweglicher. Bevor Sie jedoch diese Energie tanken können, liegen Sie (zum Überwintern) meist am Grund Ihres Badegewässers oder in einem Versteck in direkter Umgebung. Nach der Überwinterung sind die Tiere schwach und schaffen es oft nicht, die 2-3 Meter Wassertiefe schwimmend zu überwinden. HELFEN SIE DEN FRÖSCHEN! Nehmen Sie dazu einfach Ihren Kescher und befördern Sie die trägen Amphibien in die seichte Randzone. Hier können die Tiere ihre Lungen wieder mit frischer Luft füllen und werden schneller aktiv.
Kalt & unbeweglich im März
Das Wasser am Grund Ihres Schwimmteichs/NaturPools hat im März noch nicht mehr als 4-6°C. Da wird es selbst uns Menschen sofort klar, warum die Amphibien noch „stocksteif“ sind, und sich schwer tun, um an die Oberfläche zu schwimmen.
 
...Kurzanleitung für NaturPools...

Filterteichpflege im Jahreslauf


 
1. Schnitt der Wasserpflanzen
Wenn das Eis nachhaltig auftaut und die Wassertemperatur auf +7 bis +10°C steigt, sind ab meist Mitte März erste Pflegemaßnahmen nötig: alle, vor dem Winter zurückgebliebenen Wasserpflanzen, und abgestorbene Pflanzenteile (Seerosenreste, Laub und grobe Biomasse am Teichboden etc.) vorsichtig abkeschern.
2. Teichsaugen
Nach einer Woche (wenn sich die aufgewirbelte Feinsubstanz vom Keschern abgesetzt hat), dieses Feinsediment samt etwaigen Algenbelägen mit einem geeigneten Teichsauger absaugen, in Pflanzbereichen dabei nicht zu viel aufwirbeln, Restbestände an Feinsediment können toleriert werden. Auch Filter/Skimmerbecken säubern und saugen. Sollte beim Saugen zu viel Wasser verloren gegangen sein, Wasser bei laufender Pumpe bis Überlauf ins Filterbecken auffüllen, damit eine sichere Zirkulation gegeben ist. Vorsicht: die Pumpe darf niemals trockenlaufen! Beim Teichsaugen ist immer ein ideales Mittelmaß zwischen Nährstoffaustrag (Sediment, Algen, Organische Masse,...) und Wasserverlust zu finden. Es wird niemals gelingen 100% der Sedimente/Algen/Nährstoffe aus dem Schwimmteich oder NaturPool zu entfernen.
3. Filterpumpe aktivieren
Jetzt Filterpumpe einschalten. Wichtig: das erste Spülwasser aus dem Teich ableiten, der Filterkörper hat – seiner Aufgabe entsprechend – viele Nährstoffe gebunden, die über den Winter abgestorben sind und nun aus dem Teich entnommen werden müssen. Solange spülen, bis das Wasser klar und geruchsfrei austritt, dann nochmals die gleiche Zeit nachlaufen lassen! Das Ableiten geschieht, indem man einen passenden Schlauch in die Quellmündung steckt. Manche Teiche haben eine Ableitung über Dreiweghahn fix installiert. Danach (wenn notwendig) Wasser bis zum Überlauf nachfüllen (oder Arbeiten vor Regen durchführen).
4. pH Wert und Karbonathärte kontrollieren
Der optimale pH Wert liegt zwischen 8,2 und 8,4. Die Karbonathärte soll über 6°dH liegen. Dadurch ist eine gute pH-Pufferung gegeben und der Teich kann mit natürlichen Schwankungen besser selbst fertig werden. Meist kann man angesichts des grundsätzlichen Kalkmangels in Südostösterreich eine Aufkalkung durchführen: wir empfehlen als Durchschnittsgabe 10 kg Magnesium-Dolomitkalk je 100m3 Teichvolumen über die gesamte Wasserfläche verteilt.
5. Filterstart
Die gespülten Filter benötigen „Futter“ für den Aufbau des Biorasens, der die Nährstoffe laufend binden soll: wir empfehlen zum Start 2 kg Harnstoff/100m3 Teichvolumen, halbe Menge über den ganzen Teich, halbe Menge über den Filterbereich verteilen. Bis Juli/August können monatlich 1-2 kg nachdosiert werden, auch nach weiteren Filterspülungen.
6. Selbstreinigungskräfte stärken
Mikroorganismen haben sich zur Erhöhung der Selbstreinigungskräfte sehr bewährt.
7. Geduld bei vermehrtem Blütenstaubeintrag
Der April ist – wegen des hohen Blütenstaubeintrages und noch nicht voll aufgebauter Biologie bei gleichzeitig hoher Sonneneinstrahlung – die Zeit einer „Algenblüte“: diese ist meist einfach „auszusitzen“. Bei stärker ausgebildeten Algenmatten kann abgesaugt werden. Wichtig: keine algenabtötenden Mittel verwenden! Für nachhaltige Wasserklarheit haben wir mit WEITZ Brillant S beste Erfahrungen gemacht.
8. pH Wert kontrollieren
pH Wert laufend kontrollieren. Bei starken Schwankungen Kalk nachdosieren (TeichFit von SÖLL wirkt rasch). Sollwert des pH Werts: 8,2 morgens und 8,4 nachmittags ist perfekt!
9. Biofilmernte
Weitere Filterspülungen im Juni (nach Blüteneintrag, vor Hauptbadesaison) und im September (Hauptbadesaison und höchste Wassertemperaturen vorbei) sind empfehlenswert: 10 bis 14 Tage lang die Filterpumpe abschalten, die Biobeläge sterben ab, die Nährstoffe lassen sich, wie unter Punkt 3 beschrieben, ausspülen. Danach wieder Filterstart lt. Punkt 5 durchführen.
10. Laufende Kontrolle und Pflege
Jeder Nährstoffeintrag von außen soll unterbunden und kontrolliert werden. (z.B.: Oberflächenwasser der Teichumgebung, Garten- und Rasendüngung rundum, Eintrag nach Sturm abkeschern, Duschen vorm Baden, keine Hunde oder Enten, etc….)
11. Herbst und Winter
Das Laubschutznetz vorbereiten und vor dem herbstlichen Laubfall montieren. Nach dem ersten Frost: Schwimmblatt und Uferpflanzen abschneiden und entfernen, um unnötige Nährstoffrücklösung zu unterbinden. Hiermit werden Nährstoffe (gebunden in den Pflanzenteilen) aus dem Badegewässer entnommen.
 
Hinweis zu den allgemeinen Pflegetipps:

Diese Pflegetipps sind als grobe Hilfestellung zu sehen und stellen keineswegs eine vollständige Pflegeanleitung für Ihren NaturPool oder Schwimmteich dar. Einige Punkte sind mehrmals pro Jahr durchzuführen, andere beschränken sich auf die Frühlings- oder Herbstzeit. Wenn Sie eine persönliche Beratung in Sachen Teichpflege benötigen, machen Sie bitte einen Termin aus, damit wir individuelle Pflegetipps für Ihren Teich besprechen können.

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Wir führen in Hartberg Wasseranalysen durch und können maßgeschneiderte Problemlösungen (Teichpflegeartikel) ebenso anbieten wie einen Teichsauger-Verleihservice.

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